Handstiche

Matratzenstich

22. Februar 2019

Hier erläutere ich kurz, wie der Matratzenstich genäht wird.

Den Matratzenstich (oder Leiterstich, Zauberstich) verwendest du, wenn du zwei Kanten „unsichtbar“ verschließen möchtest.

Bei Taschen ist das z.B. die Öffnung, die zum Wenden gelassen wird.

Du brauchst:

  • Nadel
  • Faden

Schritt 1

Zuerst fädelst du den Faden durch die Nadel und machst einen Knoten am Ende des Fadens.

Dann steckst du dir, wenn du möchtest, die Kanten der Öffnung zusammen. Dadurch verschiebt sich nichts und es erleichtert das Nähen etwas. Solltest du geübt sein, wirst du die Stecknadeln vielleicht nicht brauchen.

Schritt 2

Dann stichst du an der rechten Seite der Öffnung mit der Nadel von der Unterseite der Naht, etwa 1cm von der Öffnung (in Richtung der genähten Naht) nach oben.

Schritt 3:

Dann stichst du knapp an der Öffnung genau in der Bügelkante bei der einen Seite der Öffnung für 5 mm durch den Stoff und kommst mit der Nadel wieder heraus.

Schritt 4:

Jetzt kommen die „Leitern“. Parallel zu deinem Ausstich, stichst du bei der anderen Stofflage genau in der Bügelkante ein, gleitest für 5mm unter der Kante und stichst wieder durch den Stoff. Dann stichst du wieder parallel bei der anderen Kante durch den Stoff usw.

Diesen Stich machst du bis zum Ende der Öffnung.

(Die Blassrosafarbenen Striche, ist der Nähfaden „unter“ der Kante.)

Schritt 5:

Nun ziehst du vorsichtig am Fadenende. Dadurch ziehen sich die Abstände zusammen und die Naht schließt sich.

Schritt 6:

Sichere das Ende. Du kannst vorsichtig am Ende der nun geschlossenen Öffnung durch die Kante stechen und einen kleinen Knoten machen. Oder du nähst an einer Stelle mit der Nadel mehrmals auf einer Stelle. Das sichert auch den Faden.

Das Ende des Fadens schneidest du dann knapp an der Sicherung ab.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.